Menü

Infoveranstaltung war ein großer Erfolg

S. Feldmann (Landwirtschaftskammer NRW) , W. König (SWK), W. Kuhn (Netzwerk Lebensraum Feldflur), S. Schirmacher-Rohleder (ODAS GmbH), M. Dickeduisberg (Landwirtschaftskammer NRW, Haus Düsse), C. Baum (SWK), J. Prümers (Vorsitzender des WLV-Umweltausschusses)

„Energiepflanzenanbau und Naturschutz – das geht!“

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft hat am 16. Februar 2017 Biogasanlagen-Betreiber über Alternativen und Ergänzungen zum klassischen Maisanbau informiert. Unter dem Motto „Energiepflanzenanbau und Naturschutz – das geht!“ fand in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer NRW eine Infoveranstaltung in Coesfeld statt. Der Einladung folgten über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dabei ging es um die Frage, wie Naturschutzmaßnahmen ökologisch und ökonomisch sinnvoll in den Anbau von Energiepflanzen integriert werden können. mehr

Bundesumweltministerin informiert sich über die Arbeit der Stiftung

Knapp 400.000 Besucher verzeichnete die Internationale Grüne Woche 2017. Einer der Besuchermagneten: Der Stand der Kulturlandschaftsstiftungen auf dem „ErlebnisBauernhof“.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks besuchte den Stand der Kulturlandschaftsstiftungen und Wolfgang König, Geschäftsführer der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft, konnte über die Arbeit der Stiftung berichten. „Sie war sehr interessiert an den verschiedenen Projekten unserer Stiftung. Beispielsweise an dem Projekt Energiepflanzenanbau und Biodiversität - Landwirte ackern zur Förderung der Biodiversität im Münsterland. An einem Landschaftsmodel erkundigte Sie sich interaktiv über die Art- und Lage der Maßnahmen." Diese produktionsintegrierten Naturschutzmaßnahmen sollen den Energiepflanzenabau sinnvoll ergänzen.

Auch das, von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft entwickelte Spiel, „Hilf dem Kiebitz“ wurde sehr gut angenommen. Spielerisch informierten sich die Besucher damit über Gefahrenquellen für Vögel im Offenland.

Vorstandsvorsitzender Johannes Röring auf der Internationalen Grünen Woche 2017

Zusammen mit Steffen Pingen (Mitte), Leiter des Fachbereichs Umwelt / Ländlicher Raum des Deutschen Bauernverbands, informiert Johannes Röring (Links), Vorstandsvorsitzender der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes und Mitglied des Bundestages, seinen Kollegen Cajus Caesar (Rechts) MdB, AG Ernährung und Landwirtschaft über die Arbeit unserer Stiftung.

Niederwildgerechtes Mulchen der heutigen Zwischenfrüchte

Auch Hasen nutzen die Zwischenfrucht als Nahrung, Schutz und Deckung.

Zwischenfrüchte bieten zahlreichen Säugetieren und Singvögeln in der kalten Jahreszeit Nahrung, Schutz und Deckung. Als ruhige Rückzugsräume in der offenen Feldflur werden diese Flächen unter anderem bereits im Januar  von Feldhasen für die Unterbringung der ersten Jungtiere genutzt. Diese können sich zwischen den überwiegend abgestorbenen Pflanzen optimal verstecken und sich vor Prädatoren schützen.

Der Umbruch der Zwischenfruchtflächen ist ab dem 16. Februar erlaubt. Ein oberflächliches Schlegeln oder Mulchen ist aber bereits vorher zulässig, sodass Frostperioden bevorzugt für eine frühzeitige Bearbeitung genutzt werden.

Der Einsatz großer Maschinen und breiter Mulcher in Kombination mit schnellen Bearbeitungsgeschwindigkeiten können so auch zu Verlusten von erwachsenen Hasen führen.

Um die Verluste bereits früh im Jahr zu minimieren sollten die Methoden aus dem Bereich des Grünlandschnittes angewandt werden. Dazu zählt der Einsatz von akustischen Wildrettern sowie nach Möglichkeit das Absuchen/ Beunruhigen der Flächen mit Hunden. Ebenfalls  sollte von „Einer Seite zur Anderen“ gemulcht werden, um dem Wild die Chance zur koordinierten Flucht zu geben.

Junghasen sind in den ersten Wochen ihres Lebens äußerst inmobil und verlassen sich auf ihre natürliche Tarnung. Eine aktive Rettung ist daher schwer umzusetzen. Das frühzeitige Beunruhigen und abschnittweises „anmulchen“ der Flächen kann helfen Junghasen zum Ortswechsel zu bewegen.

Kuratorium unter neuem Vorsitz

Nach mehr als 10 Jahren Vorsitz im Kuratorium versabschiedet sich Prof. Dr. Schulte aus Altersgründen aus seinem Amt. Er führte es seit der Gründung der Stiftung vor 10 Jahren. Ohne Gegenstimme wählten die 17 Mitglieder des Kuratoriums der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft Prof. Dr. Tillmann Buttschardt zum neuen Vorsitzenden. Buttschardt leitet den Lehrstuhl für Angewandte Landschaftsökologie und Ökologische Planung an der Universität Münster. Mit seinen Studenten/innen begleitet der Professor Projekte der Stiftung, die das Ziel verfolgt, eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu bewahren.

Münster blüht was 2017...

Münster soll aufblühen...
Mit unserem Projekt möchten wir insbesondere Maisflächen durch das Anlegen von Blühstreifen aufwerten und dadurch vielen Insekten eine Nahrungsquelle bieten. Das Saatgut für einen blütenreichen, einjährigen Saum wird kostenlos von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft zur Verfügung gestellt. Für nähere Informationen können Sie uns gerne kontaktieren unter Tel.: 0251/ 4175 148 oder info@kulturlandschaft.nrw

Stiftung Westfälische Kulturlandschaft feiert 10-jähriges Jubiläum.

Hochrangige Gäste aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Umweltschutz gratulierten im September der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft zu Ihrem 10-jährigen Bestehen. In einem kurzweiligen Expertentalk zum Thema Umweltschutz, diskutierte Moderator Dr. Schulze Pals (Chefredakteur Topagrar) mit den Gästen Johannes Remmel (Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW), Johann Prümers (Vorsitzender WLV-Ausschuss für Natur- und Umweltschutz & Landwirt), Holger Sticht (Landesvorsitzender BUND) und Dr. Heinrich Bottermann (Generalsekretär Deutsche Bundesstiftung Umwelt). Im Anschluss feierten Mitarbeiter und Gäste den Erfolg der letzten 10 Jahre und sammelten in Gesprächen Ideen für die Zukunft.

Jedem Kauz seine Röhre

Der Steinkauz ist ein typischer Bewohner offener Grünlandhabitate mit ganzjährig niedriger Vegetation und einem reichen Angebot an Höhlen. Seine häufigsten Lebensräume in Deutschland sind daher Viehweiden und Streuobstwiesen. Da besonders letzere in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen sind, gehen der kleinen Eulenart immer mehr potentielle Nistplätze verloren. Dem möchte die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft mit Unterstützung der Sparkasse Münsterland Ost Abhilfe schaffen. Im Stadtgebiet Münster und dem südlichen Warendorf werden Interessierten mit geeigneten Flächen in eigener Bewirtschaftung sogenannte Steinkauzröhren zur Verfügung gestellt. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Tel.: 0251/ 4175 148.

Handbuch Produktionsintegrierte Naturschutzmaßnahmen (PIN) – Neuerscheinung in der 2. Auflage

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und das Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster AG Angewandte Landschaftsökologie/Ökologische Planung präsentieren die 2. Auflage des Umsetzungshandbuchs für die Praxis Produktionsintegrierte Naturschutzmaßnahmen. Neben Aktualisierungen erhält die neue Ausgabe auch neue Maßnahmen zur produktionsintegrierten Kompensation sowie Beispiele zum Energiepflanzenanbau. Produktionsintegrierte Naturschutzmaßnahmen werden bereits vielfach angewendet. Ob im Rahmen von Vertragsnaturschutz oder Agrarumweltmaßnahmen, in Forschungsprojekten oder als Kompensations- oder Artenschutzmaßnahmen: Die Erfahrungen sind vielfältig und die umgesetzten Maßnahmen ebenso. Das Handbuch bietet einen aktuellen Überblick über die verschiedenen Maßnahmen und ihren Nutzen, insbesondere für geschützte Tierarten. Das Grundprinzip solcher Maßnahmen beruht auf einer Extensivierung der Nutzung von Acker- und Grünlandflächen. So bleiben die Flächen für die Landwirtschaft erhalten, während sich auf ihnen gleichzeitig ein Mehrwert für die Natur erzielen lässt. Auf diese Weise können produktionsintegrierte Naturschutzmaßnahmen zur Erhaltung vieler Arten, insbesondere in der offenen Feldflur, beitragen. Das Handbuch kann gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro bei der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft bestellt werden.