PIN-Datenbank

Den aufgeführten Maßnahmen sind Arten zugeordnet, die von der jeweiligen Maßnahme profitieren können und umgekehrt.

Extensive Weidenutzung

Die extensive Weidenutzung zeichnet sich durch eine geringe Besatzdichte aus, die in der Regel in Großvieheinheiten pro Hektar angegeben wird. Eine Extensivierung von Standorten ist über die extensive Weidenutzung schwieriger zu erreichen als über eine Wiesennutzung, da der Nährstoffaustrag gering ist. Die Florenzusammensetzung ist eine andere als auf Wiesen, da die Pflanzen den Verbiss und den Tritt durch die Weidetiere aushalten müssen. Dadurch weisen sie in sich häufig eine hohe Strukturvielfalt auf.

Durchführung

  • Eingeschränkte Besatzdichte (i.d.R. bis 2 GV/ha), Minimum 10 ha
  • Grundsätzliche keine Präferenzen für Tierarten, jedoch ist eine Mischtierbeweidung besonders erstrebenswert
  • Beweidung mit Pferden nur in Ausnahmefällen vertretbar
  • Beweidung mit Ziegen zum Verbiss von Gehölzen möglich
  • Saisonale Hütehaltung durch Schaf- und Ziegenbeweidung
  • Nutzungspflicht
  • Weidepflege erforderlich ggf. Säuberungsschnitt, Nachsaat, Walzen, Schleppen nach Beendigung der Brutzeit oder
  • Nutzung als Mähweide
  • Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Düngung

Nutzen

  • Artenvielfalt
  • Biotopvernetzung
  • Boden-, Wasser-, Klimaschutz
  • Lebensraum
  • Nahrungsangebot
  • Strukturanreicherung

Literatur

Stiftung Westfälische Kulturlandschaft

Schorlemerstraße 11
48143 Münster
Fon 0251 / 4175 147
Fax 0251 / 4175 261
info[at]kulturlandschaft.nrw

Kurzinformation.

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wurde vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e.V. gegründet, um gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft neue Wege zur Bewahrung und Entwicklung der Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu gehen.