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Den aufgeführten Maßnahmen sind Arten zugeordnet, die von der jeweiligen Maßnahme profitieren können und umgekehrt.

Gelege- und Kükenschutz

Verschiedene Feld- und Wiesenvögel nutzen inzwischen den Acker jedoch als Nahrungs- und Bruthabitat. Durch die frühe Bearbeitung gehen viele Nester und Bruten verloren. Eine große Rolle für die Erfolgschancen einer Brut spielen das Nahrungsangebot, die Witterungsbedingungen, der Prädationsdruck und die Flächennutzung. Bundesweit sind die Bodenbrüter stark gefährdet. Da bestimmte Vogelarten Vorlieben für offenen Boden oder die bereits aufgelaufene Feldfrucht aufweisen, gilt es diese Neststandorte ausfindig zu machen, zu Kennzeichnen und bei der Bearbeitung weiträumig zu umfahren oder ggf. kurzfristig umzusetzen. Die Mähwerkgröße sollten eine Größe von 3 m nicht überschreiten und die Geschwindigkeit sollte auf 8 km/h gedrosselt werden. Durch eine aufmerksame Bearbeitung von innen nach außen haben die Tiere Zeit zu flüchten.

Durchführung

  • Aufmerksames bewirtschaften um Neststandorte ausfindig zu machen
  • Ggf. vorheriges Absuchen der Flächen
  • Markieren der Standorte für spätere Bewirtschaftung
  • Großzügiges Aussparen der Nester bei der Bewirtschaftung
  • Ggf. kurzfristiges Umsetzen der Nester
  • Mahdgeschwindigkeit auf 8 km/h drosseln & Mähwerkgröße maximal 3 m
  • Mahd von innen nach außen

Nutzen

  • Höherer Bruterfolg der Zielart
  • Verringertes Botulismus-Risiko im Futter

Literatur

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Kurzinformation.

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wurde vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e.V. gegründet, um gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft neue Wege zur Bewahrung und Entwicklung der Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu gehen.