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Den aufgeführten Maßnahmen sind Arten zugeordnet, die von der jeweiligen Maßnahme profitieren können und umgekehrt.

Kiebitzstreifen

Kiebitzstreifen sollen den Vögeln innerhalb von Ackerschlägen einen Rückzugsraum bieten. Da in bestimmten Kulturen, wie z.B. dem Mais, viele Arbeitsgänge und insbesondere auch solche mit Bodenbearbeitung in die Zeit der Brut und Jungenaufzucht fallen, haben Kiebitze und andere Arten es hier besonders schwer, erfolgreich zu brüten und ihre Jungen großzuziehen. Kiebitzstreifen bieten auf der einen Seite Möglichkeiten zur Brut. Auf der anderen Seite stellen sie insbesondere für die Küken in der Zeit bis zum Flüggewerden Schutz und Deckung dar, während die umliegenden Kulturen bearbeitet werden oder der Bewuchs so dicht wird, dass er für die Tiere als Lebensraum nicht mehr geeignet ist. Die Maßnahme wurde speziell für den Kiebitz entwickelt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass auch weitere Arten davon profitieren können.

Durchführung

  • Einsaat von 6 bis 12 m breiten Grasstreifen mit Horst-Rotschwingel;
    dauerhaft oder jährlich
  • Lage innerhalb eines Mais-, Hackfrucht- oder Gemüseackers
  • Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Düngung
  • Pflege nach Beendigung der Jungenaufzucht möglich
  • Keine Nutzung

Nutzen

  • Nahrungsangebot
  • Schaffung von Brut- und Nistplätzen
  • Schutz und Deckung
  • Strukturanreicherung

Begünstigte Arten

Literatur

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Kurzinformation.

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wurde vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e.V. gegründet, um gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft neue Wege zur Bewahrung und Entwicklung der Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu gehen.