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Den aufgeführten Maßnahmen sind Arten zugeordnet, die von der jeweiligen Maßnahme profitieren können und umgekehrt.

Lichtstreifen

Für die Entwicklung von Ackerwildkräutern ist Lichtmangel, der durch die dichten Pflanzenbestände entsteht, einer der begrenzenden Faktoren. Mit der Anlage von Lichtstreifen soll diesem Mangel entgegengewirkt werden, indem bei der Getreideaussaat einzelne Drillreihen der Sämaschine geschlossen werden. Im Gegensatz zum doppelten Reihenabstand wird jedoch nicht jede zweite Reihe geschlossen, sondern in Abhängigkeit von der Breite der einzelnen Drillreihen zwei direkt nebeneinander. Auf diese Weise entstehen breitere Streifen, die optisch an Fahrgassen erinnern und so auch von verschiedenen Tieren genutzt werden können. Um zu verhindern, dass Prädatoren einfachen Zugang zu den Lichtstreifen erhalten, sollten diese nicht im Vorgewende angelegt werden oder es durchlaufen.

Durchführung

  • Bei Getreidesaat Schließung einzelner Drillreihen (jeweils zwei direkt nebeneinander)
  • Breite der Lichtstreifen 33 cm bis 45 cm oder 40 cm bis 50 cm
  • Anlage als einzelne Streifen oder auf der gesamten Ackerfläche möglich
  • Aussaat im geringen Umfang von Korn- und Mohnblumen oder Blühmischungen aus Regio-Saatgut förderlich
  • Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Düngung

Nutzen

  • Nahrungsangebot
  • Schaffung von Brut- und Nistplätzen
  • Schutz und Deckung
  • Strukturanreicherung

Begünstigte Arten

Literatur

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Kurzinformation.

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wurde vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e.V. gegründet, um gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft neue Wege zur Bewahrung und Entwicklung der Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu gehen.