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Den aufgeführten Maßnahmen sind Arten zugeordnet, die von der jeweiligen Maßnahme profitieren können und umgekehrt.

Naturverträgliche Mahd

Neben der Wahl des Schnittzeitpunktes kann sich auch die Art und Weise, wie gemäht wird, positiv auf verschiedene Pflanzen- und vor allem Tierarten auswirken. Technische Aspekte zielen vor allem darauf ab, Kleinlebewesen zu schonen. Die Art der Mahddurchführung selbst führt zur Einrichtung von Rückzugsräumen und soll vor allem größeren Tieren eine Möglichkeit zur Flucht bieten. Die Maßnahme kann sehr gut mit einer extensiven Wiesennutzung verbunden werden, bringt aber ebenso auf intensiv genutzten Wiesen Vorteile.

Durchführung

  • Schnitthöhe möglichst hoch (mindestens 7 bis 8 cm)
  • Ggf. reduzierte Geschwindigkeit (maximal 8 km/h)
  • Zeitlich- und räumliche gestaffelte Mahd
  • Vorzugsweise Verwendung von Balkenmähern
  • Verschiedene Möglichkeiten der Mahddurchführung in Abhängigkeit von der Zielart:
  • Mahd von innen nach außen
  • Mahd von Teilflächen im Abstand von 2 bis 3 Wochen
  • Abwechselnde Mahd von Teilflächen (ein Teil der Fläche bleibt bei jedem Mähgang stehen)
  • Stehenlassen von Fluchtstreifen und Mahd in Richtung dieser Streifen
  • Stehenlassen von Teilflächen bis zur Samenreife

Nutzen

  • Individuenschutz
  • Nahrungsangebot
  • Strukturanreicherung

Literatur

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Kurzinformation.

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wurde vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e.V. gegründet, um gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft neue Wege zur Bewahrung und Entwicklung der Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu gehen.