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Den aufgeführten Maßnahmen sind Arten zugeordnet, die von der jeweiligen Maßnahme profitieren können und umgekehrt.

Schwarzbrache

Die Schwarzbrache wird durch ackerbauliche Maßnahmen offen bzw. vegetationslos gehalten. Eine regelmäßige Bodenbearbeitung zum Erhalt dieses Brachetyps ist deshalb zwingend erforderlich. Jedoch sollte auf erosionsgefährdeten Flächen diese Maßnahme nicht umgesetzt werden, da der offene Boden Angriffsmöglichkeiten für Wind und Wasser bietet. Durch die Bearbeitung des Oberbodens dezimiert man unerwünschte Wildkräuter, fördert die Nährstoffaufschließung durch die Luftzufuhr und begünstigt somit die Aktivität der Bodenorganismen. Die Oberflächenverdunstung wird minimiert, durch die leichtere Aufnahme von Niederschlagswasser. Bis zur nächsten Bearbeitung findet eine Selbstbegrünung statt. Das Aufkommen von Ackerwildkräutern bietet Nahrung und fördert die Artenvielfalt. Diese Form der Brache verbessert Brut-und Aufzuchtmöglichkeiten von Offenland bevorzugenden Arten.

Durchführung

  • Regelmäßige (mindestens zwei Mal jährlich) Bodenbearbeitung notwendig
  • Zeitpunkt der Bodenbearbeitung in Abhängigkeit von der Zielart
  • In Streifen oder flächig
  • Nicht auf erosionsgefährdeten Flächen
  • Keine Nutzung
  • Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Düngung
  • Auf geeigneten Flächen auch zum Ackerwildkrautschutz einsetzbar

Nutzen

  • Artenvielfalt
  • Nahrungsangebot
  • Strukturanreicherung
  • Verbesserung Brut- und Aufzuchtmöglichkeiten

Literatur

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Kurzinformation.

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wurde vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e.V. gegründet, um gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft neue Wege zur Bewahrung und Entwicklung der Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu gehen.