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Den aufgeführten Maßnahmen sind Arten zugeordnet, die von der jeweiligen Maßnahme profitieren können und umgekehrt.

Blühflächen und -streifen

Blühflächen und -streifen bieten Insekten ein reiches Blütenangebot und auch anderen Tieren Nahrung, Rückzugsräume und Brutmöglichkeiten. Darüber hinaus stellen sie eine Bereicherung für das Landschaftsbild dar. Die Anlage dieser Maßnahmen kann für ein oder mehrere Jahre erfolgen, wobei in Abhängigkeit von der Saatgutmischung nach einigen Jahren eine Neueinsaat notwendig wird. Mehrjährige Flächen oder Streifen stellen dabei in der Regel die ökologisch wertvolleren Maßnahmen dar. An Stellen, an denen Vorkommen seltener Ackerwildkräuter bekannt sind oder vermutet werden, ist auf die Anlage von Blühstreifen zu verzichten.

Durchführung

  • Einjährige oder mehrjährige Mischungen möglich
  • Mehrjährige Mischungen möglichst aus Regio-Saatgut aus der entsprechenden Herkunftsregion, je nach Standort und Zielarten
  • Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Düngung
  • Verbleib auf der Fläche mindestens bis zum 31. Juli, in Abhängigkeit von der Zielart ggf. auch anderes Datum möglich
  • Bei mehrjährigen Mischungen ggf. Mulchen notwendig
  • Mindestens 3 m Breite
  • Aussaat je nach Mischung im Herbst oder Frühjahr
  • Kein Befahren, außer bei zugelassenen Pflegemaßnahmen
  • Verzicht bei Konkurrenz zu seltenen oder geschützten Ackerwildkräutern

Nutzen

  • Biotopvernetzung
  • Nahrungsangebot
  • Schutz und Deckung
  • Strukturanreicherung
  • Verbesserung von Brut- und Aufzuchtmöglichkeiten

Literatur

Stiftung Westfälische Kulturlandschaft

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Fon 0251 / 4175 147
Fax 0251 / 4175 261
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Kurzinformation.

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wurde vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e.V. gegründet, um gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft neue Wege zur Bewahrung und Entwicklung der Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu gehen.