Was ist ein Lerchenfenster?

Feldlerchenfenster anlegen und gewinnen!

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Lerchenfenster sind Fehlstellen in Getreideschlägen…

…die durch Anheben der Sämaschine während der Aussaat oder durch nachträgliches mechanisches Freistellen, etwa durch Grubbern oder Fräsen, hergestellt werden. Sie wurden in England entwickelt und sollen den Vögeln die Möglichkeit bieten, in den dichten Getreidebeständen zu landen. Ihre Nester legen die Feldlerchen im umgebenden Getreide an. Ohne Fenster nutzen sie hierfür häufig die Fahrgassen, die jedoch auch von Prädatoren wie Füchsen, Mardern oder Katzen genutzt werden. Die Maßnahme wurde speziell für die Feldlerche entwickelt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass auch andere Arten von der Maßnahme profitieren. Ergänzend ist eine Struktur mit Blühstreifen anzulegen.

Ein durch den Dachverband der Biologischen Stationen durchgeführtes Monitoring hat gezeigt, dass die Feldlerchen die Lerchenfenster annehmen und dass sie um so wichtiger für die Vögel werden, je höher das Getreide steht. Dem entsprechend werden die Lerchenfenster gerade für eine erfolgreiche Zweitbrut besonders wichtig.

Für die Anlage dieser Maßnahme sprechen die einfache Anlage der Maßnahme, der geringe Bedarf an Ackerfläche (ca. 20 m² je Fenster) und, dass der Schlag regulär weiterbewirtschaftet werden kann.

So können Sie die Fenster anlegen

Bitte mitmachen

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband rufen daher dazu auf, die Lerchenfenster freiwillig anzulegen.
Allen Landwirten, die die Fenster auf Ihrem Acker anlegen, sei an dieser Stelle bereits für Ihr Engagement gedankt!

  • Nur im Getreide möglich; aufgrund der frühen Erntetermine jedoch nicht in Wintergerste oder Grünroggen,
  • Fenstergröße mindestens 20 m²
  • Anlage durch Anheben der Sämaschine oder durch mechanische Mittel wie Grubbern oder Fräsen
  • Anlage im Herbst oder im Frühjahr bis zum 1. April, Stehenlassen bis zur Ernte
  • 3 bis 10 Fenster pro ha
  • Mindestens 25 m Abstand vom Feldrand
  • Mindestens 50 m von von kleinen Feldgehölzen Hecken, Greifvogelansitzen und Gebäuden
  • Größtmöglicher Abstand zu Gehölzen
  • Lage der Fenster zwischen den Fahrgassen

Ansprechpartner

Stiftung Westfälische Kulturlandschaft

Steffen Hogeback
Schorlemerstraße 11
48143 Münster
Tel.: (+49) 0251 / 41 75 – 148
Fax: (+49) 0251 / 41 75 – 261
Mail: hogeback@kulturlandschaft.nrw

 

Projektpartner und Förderer

Stiftung Westfälische Kulturlandschaft

Schorlemerstraße 11
48143 Münster
Fon 0251 / 4175 147
Fax 0251 / 4175 261
info[at]kulturlandschaft.nrw

Kurzinformation.

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wurde vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e.V. gegründet, um gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft neue Wege zur Bewahrung und Entwicklung der Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu gehen.