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Den aufgeführten Maßnahmen sind Arten zugeordnet, die von der jeweiligen Maßnahme profitieren können und umgekehrt.

Stoppelbrache

Die Stoppelbrache bietet unzähligen Tieren, gerade in der offenen Feldflur, Schutz und Deckung. Schon bei der Ernte profitieren Jungtiere von den längeren Stoppeln. Auflaufende Ackerwildkräuter, Getreide und Körner bieten Vögeln und Wild Nahrung. Der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel verbessert die Nahrungsgrundlage aller Tiere. Falls eine Überwinterung der Stoppeln nicht möglich ist, kann ggf. auch im Herbst umgebrochen werden. Zugvögel und
diverse andere Arten können auch von dem Umbruch direkt nach der Ernte ihren Nutzen ziehen. Das Stehenlassen von Getreidestoppeln nach der Ernte eignet sich besonders für Flächen, auf denen die Folgefrucht erst im darauf folgenden Frühjahr angebaut wird, wie es z.B. bei Mais, Zuckerrüben oder Sommergetreide der Fall ist. Besonders positiv wirkt sich der Effekt der Stoppelbrache aus, wenn die Stoppeln bis Ende März stehen gelassen werden.

Durchführung

  • Belassen der Stoppeln bis mindestens 28. Februar, besser bis Ende März (falls Zielart zu den Zugvögeln zählt mindestens: 15. Oktober im Jahr der Ernte)
  • In Getreide oder Raps möglich
  • Stoppelhöhe mindestens 20 cm
  • Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Düngung
  • Auch Teilschläge möglich

Nutzen

  • Artenvielfalt
  • Nahrungsangebot
  • Schutz und Deckung
  • Strukturanreicherung

Literatur

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Kurzinformation.

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wurde vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e.V. gegründet, um gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft neue Wege zur Bewahrung und Entwicklung der Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu gehen.