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Den aufgeführten Maßnahmen sind Arten zugeordnet, die von der jeweiligen Maßnahme profitieren können und umgekehrt.

Altgrasstreifen

Unter einem Altgrasstreifen wird ein Teil einer Wiese verstanden, der ein Jahr lang nicht gemäht wird und auch über den Winter erhalten bleibt. Er bietet Tieren bei der Mahd Flucht- und Versteckmöglichkeiten und kann sinnvoll mit einer naturverträglichen Mähtechnik ergänzt werden. Darüber hinaus bietet der Altgrasstreifen nach der Mahd einen Rückzugsraum für verschiedene Tierarten, wie beispielsweise Insekten. Der Standort sollte jährlich wechseln, um negative Auswirkungen auf die Florenzusammensetzung zu vermeiden. An Stellen, an denen invasive Arten wie z.B. der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) oder die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) auftreten, sollte kein Altgrasstreifen angelegt werden.

Durchführung

  • Teil einer (extensiv genutzten) Wiese, der von der Mahd ausgeschlossen wird
  • Erste Mahd ab 16. Juni
  • Jährlich rotierend
  • Nicht an Wald- oder Gehölzrändern
  • Mindestens 6 m Breite
  • 5 bis 10 % der Fläche

Nutzen

  • Biotopvernetzung
  • Nahrungsangebot
  • Schutz und Deckung
  • Strukturanreicherung

Literatur

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Kurzinformation.

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wurde vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e.V. gegründet, um gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft neue Wege zur Bewahrung und Entwicklung der Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu gehen.