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Den aufgeführten Maßnahmen sind Arten zugeordnet, die von der jeweiligen Maßnahme profitieren können und umgekehrt.

Kiebitzinsel

Der Kiebitz bevorzugt zur Nahrungssuche und zur Brut Flächen mit einer niedrigen Vegetation, da er dort Feinde schnell entdecken kann. Die Kiebitz-insel kann im Wesentlichen durch bereits bekannte Maßnahmen umgesetzt werden, die in diesem Zusammenhang jedoch auf Flächen angelegt werden, die speziell im Hinblick auf Ihre Eignung für den Kiebitz ausgewählt werden. Aufgrund ihrer Beschaffenheit ist davon auszugehen, dass weitere Arten von dieser Maßnahme profitieren können (vgl. z.B. Schwarzbrache oder Anbau von Sommergetreide).

Durchführung

  • Anlage auf einer Teilfläche eines Ackerschlags durch Unterlassen der Aussaat im Herbst, wodurch eine selbstbegrünte Brache entsteht. Alternativ kann eine Weidelgras-Mischung ausgesät werden. Anschließend wahlweise
  • Belassen der Fläche als Schwarzbrache mit Aufrauen
    (mindestens Mulchen und Eggen) der Fläche bis Ende März
  • Aussaat von Sommergetreide oder Saatgutmischungen in reduzierter Saatgutmenge bis Ende März ohne Nutzung des Aufwuchses
  • Vernässte Stellen im Wintergetreide bleiben sich selbst überlassen
  • Aussaat von Sommergetreide bis Ende März, Ernte nicht vor dem15. Juli
  • Bewirtschaftungsruhe auf der Kiebitzinsel vom 1. April bis 15. Juli
  • Größe: möglichst ab 0,3 ha
  • Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Düngung

Nutzen

  • Nahrungsangebot
  • Schaffung von Brut- und Nistplätzen
  • Strukturanreicherung

Begünstigte Arten

Literatur

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Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wurde vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e.V. gegründet, um gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft neue Wege zur Bewahrung und Entwicklung der Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu gehen.