Fachveranstaltung „Wald, Wild, Offenland und Naturschutz – geht das?“ im Freilichtmuseum Detmold ein voller Erfolg
Am 25. November 2025 versammelten sich Fachleute aus Naturschutz, Landwirtschaft und Jagd im Freilichtmuseum Detmold, um beim ersten Termin der Veranstaltungsreihe der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft die Verknüpfung von Wald, Wild, Offenland und Naturschutz zu diskutieren. Die Veranstaltung war ein zentraler Baustein des Projekts „Lebendige Felder und bunte Wälder“, das die ökologische Vernetzung der Kulturlandschaft fördern soll.
Biodiversität, Wildtiermanagement und interdisziplinärer Austausch
Im Zentrum der Fachgespräche standen praxisnahe Fragen: Wie lassen sich Waldentwicklung, Schalenwildsteuerung und Offenlandpflege miteinander vereinbaren, ohne den Naturschutz zu vernachlässigen? Die Themenschwerpunkte reichten von der Biodiversität an der Schnittstelle Wald–Offenland über wildökologische Chancen und Herausforderungen bis hin zu konkreten Ansätzen für die Steuerung von Schalenwild. Ein besonderer Fokus lag auf der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Jagd und Naturschutz, die als Schlüssel für eine nachhaltige Kulturlandschaft gilt.
Impulse aus Wissenschaft und Praxis
Die Teilnehmenden erhielten fundierte Einblicke von Expertinnen und Experten:
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Dr. Andreas Kinser (Deutsche Wildtier Stiftung) beleuchtete die Perspektiven aus der Wildtierökologie.
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Peter Rüther (Biologische Station Paderborn-Senne) stellte regionale Biodiversitätsaspekte vor und zeigte die Bedeutung strukturreicher Landschaftselemente.
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Prof. Dr. Niko Balkenhol (Universität Göttingen) diskutierte Strategien zur räumlichen Lenkung von Schalenwild.
Projektvorstellung und Perspektiven
Fiona Holthus, Projektleiterin der Stiftung, präsentierte das Projekt „Lebendige Felder und bunte Wälder“ und erläuterte konkrete Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt. Sie betonte:
„Es ist großartig zu sehen, wie engagiert alle Beteiligten Ideen austauschen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Unser Ziel ist es, die Kulturlandschaft lebendig zu halten und gleichzeitig die Biodiversität zu stärken.“
Beim World Café diskutierten die Teilnehmenden intensiv über Herausforderungen, Lösungsansätze und mögliche Kooperationen. Die Veranstaltung endete in einer Abschlussrunde, in der Perspektiven für die weitere Projektentwicklung gesammelt wurden.
Teilnahme am Projekt möglich
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und zeigte, wie wichtig interdisziplinärer Austausch für den Naturschutz ist. Interessierte, die aktiv am Projekt „Lebendige Felder und bunte Wälder“ teilnehmen möchten, können sich direkt bei Fiona Holthus melden.