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Den aufgeführten Maßnahmen sind Arten zugeordnet, die von der jeweiligen Maßnahme profitieren können und umgekehrt.

Wildpflanzenanbau mit energetischer Nutzung

Anbau von heimischen Wildpflanzen und Stauden, welche einer regulären energetischen Nutzung zugeführt werden. Über entsprechende Einsaatmischungen werden Wildpflanzenbestände auf Acker etabliert, die mehrjährig (bis zu 7 Jahre) bestehen bleiben und einen jährlichen Ertrag an Biomasse ermöglichen. In der Bestandsetablierung ist ggf. ein Einsatz von Pflanzenschutz zum Ausschluss von Gräsern möglich. In den Folgejahren findet neben einer eingeschränkten Düngung keine Bodenbearbeitung und kein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln statt. Durch dieses Anbausystem entsteht sowohl für Insekten als auch für Wildtiere ein idealer Lebensraum in der wichtigen Brut- und Setzzeit. Die Ernte des Bestandes ist i.d.R. ab Ende Juli vorgesehen.

Durchführung

  • Einsaat der Mischung in die abgeerntete Stoppel nach Getreide im Sommer
  • Nach Möglichkeit nach dem Gerstenanbau mit Strohräumung im Juli
  • Oberflächliche Einsaat, da Lichtkeimer
  • Nährstoffzugabe im nächsten Frühjahr
  • Ernte im Juli/August

Funktion

  • Nahrungsangebot
  • Schaffung von Brut- und Nistplätzen
  • Strukturanreicherung

Diese Maßnahme bietet vollumfänglich Lebensraum für die Arten:

Literatur

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Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wurde vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband e.V. gegründet, um gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft neue Wege zur Bewahrung und Entwicklung der Kulturlandschaft in Westfalen-Lippe zu gehen.