Rheder/Brakel. Mit einer gemeinsamen Pflanzaktion ist das Projekt „Lebendige Felder und bunte Wälder“ in Rheder gestartet. Auf Flächen der Familie von Spiegel setzten Vertretern und Projektpartnern aus Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz und Forstwirtschaft mehrere junge Obstbäume – ein erster sichtbarer Schritt für mehr Artenvielfalt in der Region.
Das Projekt der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft bringt unterschiedliche Akteure an einen Tisch. Ziel ist es, die Lebensbedingungen für Wildtiere in der landwirtschaftlich geprägten Landschaft zu verbessern und gleichzeitig Schäden durch Wildverbiss im Wald zu reduzieren.
Geplant sind unter anderem Obstbaumreihen, Blühflächen, Hecken und strukturreiche Waldränder. Sie sollen künftig neue Lebensräume schaffen und das Landschaftsbild in Ostwestfalen-Lippe aufwerten.
„Mit den ersten gepflanzten Bäumen wird sichtbar, was wir gemeinsam erreichen wollen“, sagt Projektleiterin Fiona Holthus. „Wenn Landwirtschaft, Jagd und Naturschutz zusammenarbeiten, profitieren alle Seiten.“
Die Pflanzaktion in Rheder markiert den Auftakt für weitere Maßnahmen. In anderen Projektgebieten laufen bereits Gespräche mit Flächeneigentümern und Landwirten. Ziel ist eine langfristige Zusammenarbeit, die Natur- und Artenschutz mit landwirtschaftlicher Nutzung verbindet.
von links: Fiona Holthus (Projektleiterin, Stiftung Westfälische Kulturlandschaft), Achim Frohß (Vorsitzender der Kreisjägerschaft Höxter), Ferdinand Freiherr von Spiegel, Oliver Bekiersch (Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter), Hendrik Hagemann (Betriebsleiter Landwirtschaft), André Hoblitz (Jagdaufseher), Marius Homisse (Landwirtschaft)